Tausende fiebern mit. Tausende hoffen. Seit gestern Abend gibt es einen Funken Licht für Buckelwal „Hope“, der vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gestrandet ist. Das Land unter Ministerin Frau Pommann machte den Weg frei – für eine Rettungsaktion, die es so noch nie gab.Richtige Entscheidung oder viel zu spät?Diese Frage spaltet das Netz. Fest steht: Es ist ein Kampf gegen die Zeit, gegen die Gezeiten und gegen wachsende Zweifel.
Hinter dem Plan steht ein privates, internationales Expertenteam. Hauptinitiator: kein Geringerer als MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz.„Das ist eine Operation am offenen Herzen“, sagt Gunz sichtlich bewegt.„Wir sind sehr erfreut, dass wir mit unheimlichen Mühen jetzt dieses Okay bekommen haben – etwas, das andere nicht erreicht haben.“Der Plan ist ambitioniert: Tierschützer, Tierärzte und internationale Strandungs-Experten haben ein ganzheitliches, minimalinvasives Konzept entwickelt. Hope soll vorsichtig freigespült werden. Dann kommen pneumatische Hebekissen zum Einsatz, um den tonnenschweren Körper anzuheben. Eine Spezialplane stabilisiert das Tier. Über ein Pontonsystem soll der Wal anschließend kontrolliert in tieferes Wasser bewegt werden – rund um die Uhr begleitet von Tierärzten.
„Nicht zu handeln wäre der größte Fehler“, heißt es aus dem Team. Der Druck wächst. Seit den Mittagsstunden rollen schwere Maschinen im Hafen von Pöl an. Zwei riesige Autokräne entladen Material. Auch die Schwimmpontons sind eingetroffen und werden jetzt zu Wasser gelassen.Eine Crew aus „hervorragenden Leuten“ steht bereit. Die Nation schaut zu. Schafft Hope das Unmögliche?Was meint ihr: Kommt die Rettung noch rechtzeitig – oder ist es nur ein verzweifelter letzter Versuch?