Beverly Hills (USA) – Im Jahr 2024 wurde bei Mavis Leno (79) eine fortgeschrittene Demenz festgestellt. Ihr Ehemann, die Late-Night-Ikone Jay Leno (75), steht ihr seitdem mit großer Hingabe zur Seite und kümmert sich liebevoll um sie. Seit 1980 sind die beiden verheiratet – und auch diese schwere Zeit gehen sie gemeinsam, getragen von ihrer tiefen Verbundenheit.
Dem Fernsehen hat Jay Leno schon seit vielen Jahren den Rücken gekehrt, widmet sich seiner Auto-Sammelleidenschaft und sorgt sich aufopfernd um seine Frau Mavis: „Ich bekomme viel Zuspruch, aber manchmal auch obskure Fragen oder Ratschläge. Neulich hat mich ein Bekannter gefragt, ob ich mir nun eine Freundin zulegen würde“, so Leno im „Spiegel“-Interview.
Doch das käme für den ehemaligen Talkmaster nicht infrage: „Ich wusste erst gar nicht, wie ich darauf reagieren soll. Ich sagte, dass ich schon eine Freundin habe, seit 46 Jahren. Wir ziehen das zusammen durch, in guten wie in schlechten Zeiten. Wenn sie keinen Sex hat, habe ich auch keinen.“
Das Ehepaar Leno verbringt viel Zeit auf dem eigenen Anwesen, das Schlafzimmer bildet den Mittelpunkt. „Ich koche etwas, oft sehen wir gemeinsam fern. Manchmal lachen wir zusammen. (…) Ich habe glücklicherweise Hilfe bei der Pflege, sonst könnte ich heute nicht hier sein. Die Krankheit kann nicht geheilt werden.“
Jay Leno freut sich über kleine Erfolge: Leno berichtet von guten und schlechten Tagen mit der Krankheit: „Eine Zeit lang dachte meine Frau jeden Tag aufs Neue, dass ihre Mutter an diesem Tag gestorben sei. Sie rief mich völlig aufgelöst hier an, ich eilte nach Hause und fand sie schrecklich weinend vor. Jeden Tag! Das war schlimm für sie. Wir haben glücklicherweise einen Neurologen gefunden, der ihr das richtige Medikament verschrieben hat. Es dröhnt sie nicht zu, wie viele andere Demenzarzneien, verhindert aber diese wiederkehrenden Wahnvorstellungen.“
Der Comedian nennt das „kleine Siege“ inmitten dieser schrecklichen Diagnose. Und weiter: „Wenn ich nach Hause komme, erkennt mich meine Frau. Das ist nicht selbstverständlich, dafür bin ich dankbar.“