Donnerstagabend hören Anwohner am Park der Aquädukte (Parco degli Acquedotti) nahe Rom eine Detonation. Als am Freitagmorgen ein Wachmann nachschaut, stellt er fest, dass das Dach eines verlassenen Bauernhauses eingestürzt war. In den Trümmern: die Leichen einer Frau und eines Mannes!Zunächst wurde angenommen, es handele sich um zwei Obdachlose. Doch dann konnte die Polizei die Leichen identifizieren, u. a. an ihren Tätowierungen. Es handelt sich laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa um Alessandro M. und Sara A.: Beide gehörten der anarchistischen Terroristenszene an, Alessandro M. war einschlägig vorbestraft. Der italienische Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
Ging Bomben-Bau schief? Die Detonation sprengte Alessandro M. Teile des Arms ab. Daher gehen die Ermittler mittlerweile davon aus, dass das Paar eine oder mehrere Bomben bauen wollte und dabei selbst die Explosion auslöste. Auch wurden zahlreiche Nägel gefunden, die Teil der Bombe oder Bomben gewesen sein könnten. Es wird nun die Herkunft des Sprengstoffes untersucht.
Ziel für einenTerroranschlagkönnte eine nahegelegene Strecke der Hochgeschwindigkeitsbahn gewesen sein, so die Vermutung der Ermittler. In den vergangenen Wochen hatte es rund um die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo mehrere Anschläge auf das italienische Eisenbahnnetz gegeben.