Kopenhagen –Nach den US-Ansprüchen auf die Kontrolle über Grönland haben sich sieben europäische Länder mit der Arktisinsel solidarisiert. „Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark. „Grönland gehört seinem Volk.“Damit stellen sich führende Nationen in Europa gegen die Grönland-Pläne von US-PräsidentDonald Trump(79). Trump hatte zuletzt erneut vor Journalisten betont: „Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit.“ Sein stellvertretender Stabschef Stephen Miller (40) bezeichnete das zuletzt als „offizielle Position der US-Regierung“. Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis, das zuDänemarkgehört.

Kurz zuvor hatte Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen die US-Drohungen beim Sender TV2 hart verurteilt. „Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, ein anderes Nato-Land militärisch anzugreifen, dann hört alles auf“, so Frederiksen. „Das heißt, auch unsere Nato und damit die Sicherheit, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gewährleistet ist.“Die Unterzeichner – darunter nebenFriedrich Merz(70) auch der britische Premierminister Keir Starmer (63) und der französische Präsident Emmanuel Macron (47) – betonten die große Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen.Nielsen: „Sind offen für einen Dialog“Alle Unterzeichner-Staaten seien „Teil der Nato“, die Sicherheit in der Arktis müsse daher gemeinsam erreicht werden. Die USA seien „ein wesentlicher Partner“, sowohl als Nato-Verbündete als auch im Rahmen des Verteidigungsabkommens zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten von 1951.Schock-Interview von Trump-Berater:„Niemand wird uns wegen Grönland bekämpfen“
Der grönländische Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen (34) betonte, er habe es satt, dass die Kommunikation mit den USA über die Medien stattfinde. Er forderte einen direkten Draht nach Washington.Grönland und die USA hätten in der Vergangenheit immer gut zusammengearbeitet. Eine Annexion Grönlands über Nacht werde nicht passieren. „Wir sind offen für einen Dialog“, sagte Nielsen demnach. „Aber die internationalen Regeln und Gesetze basieren auf Frieden, Zusammenarbeit und getroffenen Vereinbarungen.“