Mallorca (Spanien) – Sie hat sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen und den Schmerz nicht mehr nur mit sich allein herumzutragen. Collien Fernandes (44) erhebt im „Spiegel“ und auf Instagram schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50). Der unglaubliche Vorgang: Jahrelang soll der Schauspieler sich im Internet als seine damalige Frau ausgegeben haben und teils sexuelle Chat-Kontakte mit fremden Männern in ihrem Namen gehabt haben.
Weitere Vorwürfe: Christian Ulmen habe manipulierte Fotos und Videos von Collien Fernandes verbreitet. Die Anschuldigungen und eine Anzeige führten mittlerweile zu Vorermittlungen der spanischen Staatsanwaltschaft auf Mallorca, wo beide leben. Gegen die Berichterstattung im „Spiegel“ geht Ulmens Anwalt vor und schreibt von unzulässiger Verdachtsberichterstattung und unwahren Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung.
Wie der Fall ausgeht, müssen jetzt Gerichte entscheiden. Was bereits klar ist: Fernandes bekommt große Unterstützung in den sozialen Medien. Mehrere tausend Follower posteten ihre Worte. Politiker, Schauspieler, Autorinnen. Anika Decker (50, „Keinohrhasen“) schrieb: „Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Es tut mir unendlich leid, was dir passiert ist.“
Journalistin Düzen Tekkal (47) schreibt: „Das erste Gefühl: Mir fehlen die Worte, mir ist wirklich schlecht. Das zweite Gefühl: Mitgefühl für dich und Demut. Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen Mut, das Schweigen zu brechen. Wohlwissentlich, was das für dich persönlich bedeutet, auch als Mama. Wir stehen hinter dir. Du bist nicht allein, die Scham wird und muss die Seite wechseln. Virtuelle Vergewaltigung und digitale Justiz müssen an den Pranger gestellt werden. Danke für deinen Mut.“
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (54, CDU) sagte BILD: „Die Berichte über die Leidensgeschichte von Collien Fernandes machen mich betroffen. Das zeigt einmal mehr auf schreckliche Weise, dass sexualisierte Gewalt und Unterdrückung wirklich jede Frau treffen kann. Gegen solche Straf- und Schandtaten müssen wir mit aller Härte vorgehen. Deshalb haben wir als Hessen beim letzten Ministerpräsidentengipfel die Forderung durchgesetzt, Betreiber von Internet- und Social-Media-Plattformen für die Verbreitung intimer Bilder und KI-Deepfakes härter zu bestrafen und eine Beweislastumkehr zulasten der Täter einzuführen.“