Crans-Montana (Schweiz) –Nach der Brand-Katastrophe im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana hat sich erstmals der Betreiber der Todes-Bar geäußert.In einem Interview mit dem Portal„20 Minuten“verspricht Wirt Jacques Moretti (49): „Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären. Wir tun alles in unserer Macht Stehende. Auch unsere Anwälte sind involviert.“ Der Betreiber der Bar „Le Constellation“ sei am Tag nach derKatastrophe„sichtlich gezeichnet von den Ereignissen“, schreiben die Schweizer Journalisten. Ihnen sagte Moretti: „Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht.“ Der Franzose führte den Nachtclub mit seiner Frau Jessica Moretti (40). Während ihr Mann in einem anderen Lokal arbeitete, befand sich Jessica Moretti in der Bar, als dasFeuerausbrach. Sie überlebte das Inferno mit leichten Verbrennungen am Arm.Experte erklärt „Flash-Over“:Durchzündung bis zu 1000 Grad heiß
Betreiber: Bar dreimal von Behörden kontrolliertGegenüber der Schweizer Zeitung„Tribune de Genève“sagte Jacques Moretti, dass seine Bar in den vergangenen zehn Jahren dreimal von den Behörden kontrolliert worden sei. Es sei „alles vorschriftsmäßig abgelaufen“.
Die zuständige Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud hatte am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz gesagt, dassErmittlungenwegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung geprüft würden. „Und wenn diese Personen noch leben, wird gegen sie ermittelt werden.“ Heißt: Die Barbetreiber dürften wohl in den Fokus der Ermittler rücken. Doch noch ist es nicht so weit. Bislang gebe es noch keine strafrechtlichen Ermittlungen gegen eine bestimmte Person, sagte die Staatsanwältin. Daher gebe es auch keine Möglichkeit, Maßnahmen wie eine Ausreisesperre gegen die französischen Betreiber zu verhängen.
Die Staatsanwältin hatte bei der Pressekonferenz auch über die Ursache der Katastrophe gesprochen: „Alles deutet darauf hin, dass das Feuer durch die Feuerfontänen ausgelöst wurde. Die haben die Decke in Brand gesetzt, von wo aus sich der Brand sehr schnell fortgesetzt hat.“ Dies hätten vorläufige Auswertungen der Videos und Aussagen von Augenzeugen ergeben.Im Rahmen der Ermittlungen soll deshalb unter anderem geprüft werden, ob die Fontänen für die Verwendung in Innenräumen zugelassen waren und ob die Schaumstoffdecke den gesetzlichen Vorgaben entsprochen hat.Die Geschehnisse in Crans-Montana:BILD dokumentiert den Ablauf in der Todes-Bar