Hamburg –Deutschland macht weiter mit der Abschiebung von schwerkriminellen Afghanen in ihre Heimat! Nachdem Ende Februar ein erster Flieger mit 20 Männern aus Leipzig Richtung Kabul abgehoben war, mussten in den letzten Tagen zwei Straftäter Hamburg Richtung Hindukusch verlassen. Laut Behörden nur der Anfang.Derzeit laufen die ersten Abschiebungen auf Basis einer Vereinbarung, die InnenministerAlexander Dobrindt(55, CSU) mit der afghanischen Regierung ausgehandelt hat. Das Bundesinnenministerium hatte über Monate direkt mit Kabul verhandelt.An Bord des Flugsvon vor vier Wochen war auch der 22-jährige Sexualstraftäter, der 2019 in Illerkirchberg (BaWü) gemeinsam mit drei weiteren Tätern (zwei Afghanen, ein Iraner) ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt hatte.Wer wurde jetzt abgeschoben? Nach Informationen aus der Hamburger Innenbehörde handelt es sich um einen 30-jährigen Afghanen, der mehrfach u. a. wegen wiederholter Körperverletzung und tätlicher Angriffe auf Vollstreckungsbeamte verurteilt wurde. Hamburger und Bundesbehörden schoben ihn am vergangenen Freitag ab.
Für beide Afghanen ging es aus dem Gefängnis zum FlughafenMontag folgte dann ein 32-jähriger Afghane, verurteilt u. a. wegen Körperverletzung, Diebstahl (auch mit Waffengewalt), Bedrohung. Beide wurden direkt aus dem Gefängnis abgeholt. Unter Begleitung ging es jeweils per Linienflug vonHamburgüber Istanbul nach Kabul.Hamburgs Innensenator Andy Grote (57, SPD): „Die Sicherheit der Bevölkerung steht über dem Bleibeinteresse desjenigen, der diese Sicherheit gefährdet. Deshalb muss, wer hier wiederholt schwere Straftaten begeht, das Land auch verlassen – unabhängig davon, woher er kommt.“
Senator: „Abschiebung ist ein Sicherheitsgewinn“Hamburg habe sich „aus guten Gründen sehr stark dafür eingesetzt, dass Abschiebungen von Straftätern nach Afghanistan wieder möglich werden“. Grote weiter: „Die beiden jüngsten Fälle sind wiederholt für schwere Straftaten verurteilt worden und ihre Abschiebung ist ein Sicherheitsgewinn für unsere Stadt.“Innenminister Dobrindt hatte Ende Februar gesagt: „Unsere Gesellschaft hat ein Interesse daran, dass Straftäter unser Land verlassen. Deswegen handeln wir konsequent und bauen die Abschiebungen Schritt für Schritt aus.“ Auch Hamburg hat angekündigt, mit den Abschiebungen nachAfghanistanweiterzumachen.