Mehr als 6000 Menschen sind am Sonntag in Berlin auf die Straße gegangen, um ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt im Internet zu setzen. Die Demonstration fand rund um das Brandenburger Tor statt und zog Teilnehmer aus ganz Deutschland an.
Im Zentrum der Proteste standen Forderungen nach strengeren Gesetzen und einem besseren Schutz von Betroffenen. Auslöser der Kundgebung waren unter anderem Fälle von sogenannten Deepfakes sowie der Umgang mit bekannten Persönlichkeiten wieCollien FernandesundChristian Ulmen.Viele Demonstrierende trugen Plakate mit Botschaften wie „Schutz statt Schweigen“ oder „Online ist nicht rechtsfrei“. Sie forderten klare gesetzliche Regelungen, um Täter konsequent zu verfolgen und Opfer besser zu unterstützen.
Auch mehrere Prominente unterstützten die Aktion und machten auf die Problematik aufmerksam. In einem gemeinsamen Statement betonten sie die Notwendigkeit, digitale Gewalt endlich ernst zu nehmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Die Organisatoren der Demonstration kritisierten insbesondere, dass bestehende Gesetze oft nicht ausreichen, um gegen neue Formen digitaler Gewalt wie manipulierte Bilder und Videos vorzugehen. Sie fordern daher eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie mehr Aufklärung.Die Polizei sprach von einem weitgehend friedlichen Verlauf der Veranstaltung. Es kam zu keinen größeren Zwischenfällen.Die Demonstration zeigt, dass das Thema zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Viele Teilnehmer hoffen, dass der Druck auf die Politik wächst und konkrete Schritte folgen, um Betroffene besser zu schützen.