Dackel statt Kinder: Der Graf von Unheilig erklärt Gründe

Dackel statt Kinder: In Berlin hat Bernd Graf, bekannt als Der Graf und Stimme von Unheilig, ungewohnt privat erklärt, warum in seinem Leben kein Nachwuchs großgezogen wird – dafür aber Dackel Vincent jeden Tag für Freude sorgt. In dem Gespräch mit Bild sagte Bernd: “Mein Kind war immer die Musik.” Er schilderte, dass er und seine Frau, mit der ihn seit der Kindheit eine besondere Geschichte verbindet, bewusst ohne Kinder leben. Der Sänger sprach offen darüber, wie es zu dieser Entscheidung kam und warum der Vierbeiner für die beiden längst Familie ist. Gleichzeitig gewährte er so intime Einblicke wie selten zuvor und erzählte auch von prägenden Momenten seiner Jugend.

Bernd beschrieb, er sei so erzogen worden, “dass man erst ein Kind bekommen sollte, wenn man hundertprozentig dafür sorgen kann”, wie er Bild erklärte. Der richtige Zeitpunkt habe sich für das Paar nie eingestellt, und einen festen Familienplan habe es nie gegeben. Stattdessen begleitet sie seit Langem Hundeglück: Vincent teilt Alltag, Sofa und Spaziergänge – und steht stellvertretend für viele Hunde, die das Paar durch die Jahre hatte. Besonders innig klingt die Erinnerung an seine Frau: Die beiden lernten sich als Kinder im Urlaub am Bodensee kennen.

“Wir haben eine Woche gemeinsam gespielt”, sagte Bernd und verriet, er habe damals zu seiner Mutter gesagt, er wolle sie später heiraten. Jahre später trug sie ihn durch Krisen – auch 2009, als er kurz vor “Große Freiheit” hinschmeißen wollte. “Ich habe keinen Bock mehr. Ich höre auf”, so Bernd über diese Phase. Seine Frau habe nur geantwortet: “Mach mal weiter, mach weiter.”

Neben Liebe und Loyalität spricht der Musiker in dem Interview ebenso offen über sein Stottern. “Ich bin von Kindheit an ein Stotterer”, sagte der Graf. Spott auf dem Schulhof, Missverständnisse im Klassenzimmer – Lehrkräfte hielten ihn zeitweise für “dumm in der Zeit”. Seine Eltern, die vor Kurzem gestorben sind, organisierten Therapien und stärkten ihn mit kleinen Gesten.

Besonders berührend: In Hefte, Mäppchen und sogar ins Butterbrotpapier klebte seine Mutter Zettel mit Botschaften wie “Du kannst das. Hab keine Angst. Du schaffst das”, erzählte er. Erst kürzlich erinnerte sich Bernd in einer TV-Runde in Hamburg daran, wie sehr ihn diese Fürsorge geprägt hat und wie dankbar er für den Halt seiner Mutter ist – eine Dankbarkeit, die auch in seinen leisen Tönen mitschwingt.

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