Marl (NRW) –Große Trauer in der Landesliga Westfalen: Nach der hitzigen Partie zwischen dem FC Marl und dem BV Herne-Süd brach am Sonntagabend einer der Linienrichter zusammen. Zeugen berichten von dramatischen Szenen. Der Linienrichter verstarb später im Krankenhaus.Spielberichten zufolge hatte das hart umkämpfteFußballspielzwischenzeitlich wegen eines Tumults auf der Tribüne unterbrochen werden müssen. Nach dem Schlusspfiff (Endstand – 0:2) sollen sich die Gemüter jedoch längst wieder beruhigt haben. Die schlimmen Szenen ereigneten sich erst nach der Pressekonferenz zu dem Spiel in Marl (NRW) – rund 45 Minuten nach Abpfiff. Linienrichter Horst Mattner (55), Spitzname „Hotte“, verließ gerade den Kabinentrakt, als er plötzlich kollabierte. Helfer eilten herbei, versuchten ihn zu reanimieren.
Torwart versucht zu helfenRund eine Stunde lang kämpften Notärzte und Sanitäter um Mattners Leben. Auch Marls Torwart Florian Kraft (27), von Beruf Feuerwehrmann, versuchte zu helfen. Schließlich wurde der 55-Jährige zur weiteren Behandlung in einKrankenhausgebracht. Gegen 20 Uhr dann die traurige Gewissheit: Der Linienrichter aus Hattingen ist tot. „Wie alle habe ich gehofft, dass die Sache gut ausgeht. Dass es dann anders gekommen ist, hat uns alle sehr getroffen“, wird Klaus Overwien, Staffelleiter der Bezirksliga 9, in der „Marler Zeitung“ zitiert.
Schiri war leidenschaftlich und verlässlichAuch der Schiedsrichter-Kreis Bochum meldete sich nach demTodesfallzu Wort: „Horst war unserem Fußball viele Jahre mit Leidenschaft, Verlässlichkeit und großem Engagement verbunden. Umso schwerer wiegt die Nachricht, dass er von seinem letzten Spiel gestern nicht mehr zurückgekehrt ist.“ Der Dank gelte allen Ersthelfern und Betreuern. „In solchen Momenten wird der Sport zur Nebensache. Mit Horst haben wir einen Menschen, eine Geschichte und einen Charakter verloren“, heißt es weiter. Warum er starb, sei unklar. Mattner sei „topfit“ gewesen.Horst Mattners Hinterbliebene haben bei „gofundme“ eine Spendenaktion gestartet. Damit sollen seine Lebensgefährtin und die beiden Söhne entlastet sowie die Beisetzung finanziert werden.