
Dormagens Zusammenhalt ist stark: In Gesprächen eines RTL-Reporters mit dem Umfeld des Jungen vor Ort wird schnell klar: Yosef wurde als ein engagierter, freundlicher Jugendlicher wahrgenommen. Ein junges, fröhliches Leben, das aus bisher ungeklärter Ursache am Mittwoch (28. Januar) am Waldsee in Dormagen beendet wurde. Zurück bleibt Yosefs Familie, am Boden zerstört. Um ihr nach dem Schock Raum und Zeit zum Trauern zu geben, gibt es jetzt eine Spendenaktion über GoFundMe. Und die hat in kürzester Zeit schon alle Erwartungen übertroffen.

Das Spendenziel wurde mit 6000 Euro angegeben, am Montag Nachmittag (2. Januar) sind schon knapp 40.000 Euro zusammengekommen! Organisatorin ist Samantha M., sie schreibt: „Kein Geld der Welt kann diesen Verlust lindern. Aber wir können zusammenstehen, Mitgefühl zeigen und der Familie in dieser unvorstellbar schweren Zeit zumindest eine kleine Stütze sein.” Und das wollen viele Menschen über die Grenzen Dormagens hinaus.
Doch natürlich herrscht vor allem vor Ort Betroffenheit. Yosef aus Eritrea ist auf eine städtische Schule gegangen, war im Schützenverein und hatte Spaß an Hundetraining. Menschen aus dem Ort organisierten stetig das neue Anzünden von Gedenk-Kerzen oder auch den Trauermarsch, bei dem Tausende Menschen teilnahmen. Wie beliebt der Junge im Ort war zeigt auch ein herzzerreißendes Plakat voller Erinnerungen und Wünsche. „Ich vermisse dich” schreibt jemand, „behalte dein Lächeln” und „Du wurdest so geliebt” heißt es von anderen.