Mutter trauert in Hamburg um Tochter, die vor U-Bahn gestoßen wurde und starb.

Hamburg – Verzweifelte Schreie, ersticktes Schluchzen, und mitten darin eine Mutter, die das Foto ihrer wunderschönen Tochter hoch über alle Köpfe hält. Immer wieder streckt sie es zum Himmel – als wolle sie ihrer geliebten Fatemeh Z. (†18), die alle liebevoll „Asal“ („Honig“) nannten, ein Stück näher sein. Einer Tochter, die nun für immer fehlt.

Gedenkstunde in Hamburg: „Bestimmt riefst Du meinen Namen, aber ich war  nicht da“ | Regional | BILD.de

Hier, an den Gleisen der U‑Bahn-Station Wandsbek Markt, wurde Asal am Donnerstagabend von Ariop A. (†25) aus dem Südsudan vor einen einfahrenden Zug gezerrt. Beide starben. Das Entsetzen ist grenzenlos. Am Sonntag versammelten sich Familie, Freunde und Weggefährten der jungen Iranerin am Unglücksort – um sich festzuhalten, um einander nicht allein zu lassen.„Meine schöne Tochter, du bist jetzt im Himmel“Mutter Mahnaz D. schluchzte unter Tränen an Gleis 2, wo ihre Tochter starb. Während sie ein Foto von Fatemeh hochhält, weint Vater Fardin D. daneben. Später drückt er das Bild immer wieder an sich, umklammert es fest, als könne er seine Tochter so noch einmal spüren.

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Dann schreit sich die Mutter ihren ganzen Schmerz von der Seele: „Er hat mein schönes Kind umgebracht. Meine schöne Tochter, du bist jetzt ein Engel. Wir haben hier niemanden, wir sind hier fremd und nun muss ich dich hier beerdigen. Du warst erst drei Jahre hier. Was soll ich nun mit deinen Träumen und Wünschen machen, die du nicht mehr leben kannst?“Und weiter: „Du wolltest Flugbegleiterin werden. Nun fliegst du selbst und bist im Himmel.“ Dann sinkt Mahnaz vor dem Gleis auf die Knie und sagt: „Ich bin heute Morgen aufgewacht und dachte, du hast nur die Tür zugemacht und kommst gleich zum Frühstück. Dann ist mir eingefallen, dass du nicht mehr da bist.“

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Mutter verliert Bewusstsein bei Gedenkfeier: Fassungslos schluchzt sie: „Du wurdest von der Bahn zerstückelt, er hat deinen schönen Körper zerstört, als er mit dir vor die Bahn gesprungen ist. Ich möchte nicht wissen, was du in diesem Augenblick gefühlt hast. Bestimmt riefst du meinen Namen. Aber ich war nicht da, ich war zu Hause. Ich konnte dich nicht beschützen.“Die Gedenkfeier begann unten an den Gleisen des U-Bahnhofs und wurde später auf den Platz vor dem ZOB verlegt. Dort wurde der Schmerz für die Mutter so überwältigend, dass sie kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Doch gestützt von ihren Angehörigen blieb sie bis zum Schluss.

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„Du bist gegangen, doch deine Spuren aus Licht bleiben für immer uns“, heißt es auf einem Plakat. Auf einem anderen Brief stehen die Versprechen: „Wir vergessen dich nicht“ und „Du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.“Mehrere Hundert Menschen folgen dem Aufruf der Familie, bringen Kerzen der Liebe, weiße und rote Rosen und Briefe mit. Sie kommen zusammen, um an Asal zu erinnern. Um gemeinsam zu weinen, zu trauern, zu schreien. Und gleichzeitig versuchen sie, Worte für einen Verlust zu finden, der eigentlich keine Worte kennt.

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Gedenkfeier kurzfristig vorverlegt: Die Gedenkveranstaltung war ursprünglich für 17 Uhr am U‑Bahnhof Wandsbek Markt geplant. Doch nachdem die AfD zur gleichen Zeit am selben Ort eine Versammlung angemeldet hatte, zogen die Angehörigen den Beginn kurzfristig vor und trafen sich bereits um 14.30 Uhr.Neben der Trauer um Asal stellt sich nun auch die Frage, wer der Mann war, der ihr Leben so jäh beendete. Täter Ariop A. war polizeibekannt, fiel immer wieder durch Aggressions- und Gewaltdelikte auf. Zuletzt griff er zwei Vollstreckungsbeamte an und kassierte eine Anzeige wegen Widerstands und gefährlicher Körperverletzung und kam wieder auf freien Fuß. Zwei Tage später riss er Asal mit in den Tod – und eine Lücke in das Leben der Menschen, die sie so sehr liebten.

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