(Frankfurt) – Es gibt Nachrichten, bei denen die Welt für einen Moment stillzustehen scheint. Heute ist so ein Tag für die deutsche Comedy-Szene und für alle, die den hessischen Humor lieben. Gerd Knebel, die unvergessliche Hälfte des Kult-Duos Badesalz, ist tot.
Der Mann, der uns jahrzehntelang zum Lachen brachte, hat seinen letzten Kampf verloren. Er starb am Samstag, den 24. Januar, im Alter von 72 Jahren.

Ein Abschied in Würde und Liebe
Die traurige Gewissheit kam durch seinen langjährigen Bühnenpartner und engen Freund Henni Nachtsheim. In einer gemeinsamen Mitteilung mit Knebels Familie heißt es, er sei „nach einer schweren Krebserkrankung würdevoll und friedlich im Kreise seiner Liebsten von uns gegangen“.
Besonders berührend sind die Worte über seine letzten Tage. Selbst im Angesicht des Todes blieb Gerd Knebel das, was er immer war: ein Leuchtturm des Humors.
„Er hat noch bis zuletzt seinen Humor nicht verloren und uns selbst in unserer Trauer zum Lachen gebracht“, so das Statement.
Mehr als nur „Badesalz“: Ein Rückblick auf ein kreatives Leben
Gerd Knebel war nicht nur ein Komiker; er war ein Pionier.
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Die Anfänge: Schon in den 80ern rockte er mit der Band Flatsch die Bühnen.
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Der Durchbruch: Gemeinsam mit Nachtsheim gründete er Badesalz und brachte den hessischen Dialekt in die Wohnzimmer der ganzen Republik.
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Die Erfolge: Unvergessen bleiben TV-Klassiker wie „Och Joh“ (ARD) und „Comedy Stories“ (Sat.1). Ihr Album „Nicht ohne meinen Pappa“ (1991) schrieb Geschichte als erste deutsche Sprechplatte in den Charts seit Jahren. 1998 folgte die Krönung mit dem ECHO.
Das letzte Kapitel
Zuletzt wurde es stiller um den Künstler. Aufmerksame Fans bemerkten, dass Veranstaltungen auf seiner Homepage abgesagt wurden – die Gesundheit forderte ihren Tribut. Doch kreativ blieb er bis zum Schluss. Noch 2024 veröffentlichte er den Roman Freundschaft im Abseits und einen Silvester-Song mit Badesalz.
Gerd Knebel hinterlässt zwei Kinder und eine Lücke, die niemand schließen kann. Er lebte zuletzt in Südhessen.
Ruhe in Frieden, Gerd. Und danke für jedes Lachen.