Stuttgart —In der Notaufnahme des Marienhospitals war die Anspannung beim Personal schon am frühen Silvesterabend zu spüren. Die Klinik ist auf plastische Chirurgie spezialisiert. Heißt: Wer sich in Stuttgart an Silvester einen Finger oder Daumen wegsprengt, wird hierhergebracht. Um 19.31 Uhr dann der erste Alarm!Böller-Drama in Stuttgart:Explosion zerfetzt Meikl (14) drei Finger
Ein Schüler mit blutiger Hand wird eingeliefert. Es ist Meikl (14). Ein Böller hat ihm zwei Finger zerfetzt.
Meikels Finger werden behandeltAuch seine Mutter und seine großen Geschwister sind dabei. Ein Bruder sagt: „Meikl war mit Freunden in der Stadt. Auf dem Boden sah er einen Böller, der nicht gezündet hatte. Mein Bruder wollte ihn aufheben.“
Der Böller zerfetzte den Zeigefinger des TeenagersEr wollte einen Knallkörper aufhebenIn diesem Moment gab es einen lauten Knall. Der Böller explodierte in der rechten Hand des Schülers. Die Schwester sagt: „Der Notarzt meinte, dass mein Bruder innerhalb einer Stunde operiert werden muss, um eine Amputation der Finger zu vermeiden.“
BILD-Reporter Robin Mühlebach (59) im Gespräch mit Böller-Opfer Meikl (14)Meikl wurde ins Marienhospital gebracht, weil diese Klinik auf solche Verletzungen spezialisiert ist. Oberärztin Dr. Birgit Schmid: „In der Silvesternacht stehen drei Unfallchirurgen und ein Spezialist für plastische Chirurgie bereit, um Böller-Opfer behandeln zu können.“Freiwillige Feuerwehr feiert auf der WacheWährend sich die Nachtschicht im Krankenhaus auf eine turbulente Nacht vorbereitet, sagt Feuerwehrsprecher Daniel Anand: „Ab 20 Uhr schalten wir auf Silvester-Modus mit 100 Einsatzkräften im Dienst. In einigen Wachen der Freiwilligen Feuerwehren finden kleine Silvesterfeiern statt. So ist gewährleistet, dass die Kameraden im Falle eines Einsatzes sofort auf ihre Einsatzfahrzeuge springen können.“