Herford (Nordrhein-Westfalen) –Bereits zum zweiten Mal in sechs Tagen erschüttert ein schweres Gewaltverbrechen die Stadt in Ostwestfalen. Ein Mann schleppte sich blutüberströmt aus einem Haus – jetzt ist er tot. Eine Mordkommission ermittelt.Ein Mann ist in Herford (Nordrhein-Westfalen) mutmaßlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die Polizei Bielefeld richtete eine Mordkommission ein, hält sich mit den Hintergründen zu dem Einsatz am Mittwochnachmittag ansonsten allerdings bedeckt. Wie die „Neue Westfälische“ berichtet, dauerte der Einsatz an der Ecke Rennstraße/Lessingstraße mehrere Stunden. Auch eine Spezialeinheit der Polizei war vor Ort.
Anwohner hörten Streit aus WohnhausWie Anwohner der Lokalzeitung sagten, soll gegen 16.10 Uhr eine lautstarke Auseinandersetzung aus einem Haus zu hören gewesen sein. Wenig später soll ein Mann das Haus verlassen haben. Den Zeugen zufolge schleppte er sich blutüberströmt und schwer verletzt auf den Bürgersteig – dort brach er offenbar zusammen. Rettungskräfte und die Polizei eilten dem Mann zur Hilfe. Doch laut dem Bericht starb er wenig später im Krankenhaus.
DiePolizeibestätigt bisher lediglich: Ein Mann ist tot. Zu den Hintergründen äußerten sich die Ermittler nicht. Eine Obduktion zur Ermittlung der Todesursache soll am Donnerstag erfolgen, wie ein Sprecher der Polizei Bielefeld sagte. Auch der Einsatz der Spezialkräfte wurde bestätigt.Nach Informationen der dpa wurden mehrere Personen vorläufig festgenommen. Das berichtet auch die „Neue Westfälische“. Ob die Spezialkräfte deshalb vor Ort waren, ist bisher nicht bekannt. Den Bericht der Lokalzeitung wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Am Abend waren Ermittler der Kriminalpolizei und der Spurensicherung vor dem Haus zu sehen.

Zweite Blutat in sechs TagenDas mutmaßliche Gewaltverbrechen ist bereits die zweite schwere Gewalttat in der Stadt in nur sechs Tagen. Am Donnerstag wurde ein Teenager (16)in der Nähe des Weihnachtsmarktes niedergestochen. Er schwebte in Lebensgefahr, wurde notoperiert und überlebte. Nach BILD-Informationen steckte das Messer noch in seinem Rücken, als er zu seinen Rettern taumelte.